Donnerstag, 10. Februar 2011

Atommüllalger Asse und der "Untersuchungs"-Bericht

Die (ehemaligen) Mitarbeiter des Atommüllager Asse haben ein - im bundesdurchschnitt nachgewiesen - höheres Risiko an Krebs zu erkranken, als Menschen, die nicht in einem Strahlungsabfall-Endlager-Depot arbeiten...

... wer hätte das gedacht!?

Doch das Untersuchtungsergebnis des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) will uns glauben machen, dass diese rein gar nichts mit dem heiklen Abfall zu tun haben sollen. Denn der Untersuchungsausschuss von Strahlenbiologen (unter der Schirmherrschaft von Bund und Ländern), angeführt von Herrn Dr. Thomas Jung (Strahlenbiologe) und seine - vermutlich vom Betreiber des Depots bezahlten Experten - sind aber der Meinung, dass dies rein gar nichts mit der erhöhten - wenn denn überhaupt vorhandenen - Strahlenbelastung zu tun hat.
Dabei bringt man uns Bürgern doch schon in den ersten Physikstunde bei, dass zu intensive Strahlung schädlich ist. Egal, ob UV-, Röntgen - oder als extremereres Beispiel Gammastrahlung. Ein gewisser Schutz bietet die gute alte Sonnenbrille (UV-Strahlung) oder eben die Bleiweste (Gammastrahlung). Aber wenn man 40 Stunden die Woche, ein halbes Leben lang in einem Strahlenbelastetem Umfeld arbeitet, wundert es wohl niemanden, dass ein wirksammer Schutz nicht zu gewährleisten ist.

Wenn man jetzt mal die geringe Selbstachtung, die Unwissendheit (oder das blinde Vetrauen gegenüber dem Arbeitgeber oder dem Bund) aussen vor lässt, die einen Menschen dazu bewegt, in so einer tickenden, unsichtbaren Zeitbombe zu arbeiten, bleibt noch der Gedanke, dass das Bundesamt für Strahlenschutz und die gesammte Mannschaft hinter dem Untersuchungsbericht versucht, uns für völlig ahungslos und dumm zu verkaufen.

Aber eindeutig führt uns dieser Fall wieder den ethisch niederträchtigen Umgang unserer Regierung mit Menschenleben vor Augen!

Ein kurzer Einblick unter: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/asse585.html
Kommentare: http://www.ndr.de/apps/php/forum/showthread.php?t=42819

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